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Trauerzeit, Beileid und die Tage danach
Drei Tage Trauer, Taziye, die Wartezeit der Witwe und die Bräuche am 7., 40. und 52. Tag.
Die islamische Trauerzeit dauert drei Tage. In dieser Zeit kommen Verwandte, Nachbarn und die Gemeinde zum Beileid (Taziye), bringen Essen und lesen gemeinsam aus dem Koran. Die trauernde Familie muss in diesen Tagen nicht kochen und nichts organisieren.
Für Witwen gilt die Wartezeit (Idda) von vier Monaten und zehn Tagen. Sie ist religiös vorgeschrieben und soll der Frau Zeit geben, sie hat keine rechtliche Bedeutung in Deutschland.
Brauch, nicht Pflicht: In türkischen und vielen anderen Familien wird am siebten, vierzigsten und zweiundfünfzigsten Tag nach dem Tod der Koran gelesen und für den Verstorbenen gebetet (Mevlit). Das ist Tradition, keine religiöse Vorschrift. Wer es nicht macht, versäumt nichts.
Was hilft: Das Grab besuchen, für den Verstorbenen spenden (Sadaka), in seinem Namen Gutes tun. Und sich selbst Zeit lassen. Wer merkt, dass die Trauer nicht nachlässt, findet Hilfe bei muslimischen Seelsorgern, etwa über die Gemeinde oder die Telefonseelsorge (0800 111 0 111, kostenlos, rund um die Uhr).