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Das Leichentuch (Kefen)

Aus welchen Tüchern das Kefen besteht und warum in Hamburg ohne Sarg bestattet werden darf.

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Nach der Waschung wird der Verstorbene in schlichte weiße Baumwolltücher gehüllt. Für Männer sind es drei Tücher, für Frauen fünf, darunter ein Kopftuch und ein Hemd. Schmuck und Kleidung bleiben nicht am Körper, das Kefen soll für alle gleich sein.

Der Bestatter hält die Tücher bereit. Manche Familien bringen ein Kefen aus Mekka oder aus dem Herkunftsland mit, das ist erlaubt.

Sarg oder Tuch? Im Islam wird der Verstorbene ohne Sarg direkt in die Erde gebettet. In Hamburg ist das seit 1998 auf den staatlichen Friedhöfen erlaubt, als erstem Bundesland. Die Bestattungsverordnung nennt ausdrücklich Leichentücher als zulässig. Der Staatsvertrag von 2012 mit den muslimischen Verbänden garantiert das Recht auf sarglose Bestattung. Wer trotzdem einen Sarg möchte, etwa für die Überführung oder aus praktischen Gründen, kann ihn nutzen. Für den Transport zum Grab wird ohnehin ein Sarg oder eine Trage verwendet, am Grab wird der Verstorbene dann im Tuch beigesetzt.