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Das Grab: Ausrichtung nach Mekka und Ruhezeit

Warum islamische Gräber nach Mekka zeigen, wie die Beisetzung abläuft und was die 25-jährige Ruhezeit in Hamburg bedeutet.

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Der Verstorbene wird auf der rechten Seite liegend beigesetzt, das Gesicht nach Mekka. Von Hamburg aus ist das Richtung Südosten. Auf den islamischen Grabfeldern sind die Gräber bereits so angelegt, in Finkenriek, Ohlsdorf, Öjendorf und Bergedorf. Die Familie muss sich darum nicht kümmern.

Beisetzung. Der Verstorbene wird im Leichentuch in das Grab gelegt, oft mit Brettern oder einer Nische (Lahd) zur Seite, damit keine Erde direkt auf den Körper fällt. Danach schließen die Anwesenden das Grab, traditionell wirft jeder drei Handvoll Erde hinein. Ob die Trauergemeinde das Grab vollständig selbst verfüllen darf, hängt vom Friedhof ab. Für Finkenriek klären wir das mit dem Friedhof.

Ruhezeit. Auf den Hamburger Friedhöfen beträgt die Ruhezeit 25 Jahre. Das Nutzungsrecht am Wahlgrab kostet 74 € je Jahr und kann jährlich verlängert werden. Islamisch soll ein Grab nicht aufgelöst werden. Der Staatsvertrag von 2012 regelt dafür: Auf islamischen Gräberfeldern bleiben die Gebeine auch bei einer Neuvergabe in der Grabstätte. Ein ewiges Ruherecht wie in der Türkei gibt es in Hamburg nicht, die Praxis kommt ihm aber nahe.

Grabgestaltung. Islamische Gräber sind schlicht: ein Grabstein oder eine Grabplatte mit Namen, Daten und meist einem Bittgebet. Fotos und aufwendiger Schmuck sind unüblich. Der Friedhof genehmigt jedes Grabmal, in Hamburg kostet die Genehmigung 130 €. Die genauen Regeln für das Islamfeld in Finkenriek tragen wir nach.